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Pressemeldungen rund um´s Thema Straßenverkehr

Sechs Tote bei Unfall: Schleudernder Sattelzug wurde zur Todesfalle

Allersberg (dpa) - 30 Kilometer vor Nürnberg war die Reise für die vierköpfige Familie aus Wiesbaden urplötzlich zu Ende: Wie in einem schlechten Traum durchbrach am Freitagabend auf einmal ein Sattelschlepper die Mittelleitplanke der Autobahn München-Nürnberg, bohrte sich in den silber-metallic-farbenen Mittelklassewagen und zerriss ihn in zwei Teile. Die rechte Fahrzeughälfte wurde dabei zehn Meter durch die Luft geschleudert und blieb schließlich total verbeult in einer Böschung neben der Autobahn liegen. Keiner der vier Insassen überlebte die schwere Kollision.
Aber nicht nur für die hessischen Urlaubs-Heimkehrer, auch für einen Autofahrer aus Dachau wurde der Lastzug zur Todesfalle. Sein Wagen wurde beim Aufprall auf den über die Mittelleitplanke geschleuderten Lkw regelrecht zerquetscht. Und auch für den österreichische Fernfahrer kam jede Hilfe zu spät. Mit sechs Toten und mehreren zum Teil schwer Verletzten ist das Unglück unweit der mittelfränkischen Ortschaft Allersberg damit einer der schwersten Unfälle auf der Autobahn München-Nürnberg der diesjährigen Ferienreisewelle in Bayern.
THW-Helfer Mirko Espig, der am Freitagabend mit seinen Kameraden vom "Autobahndienst" als erster an der Unfallstelle eintraf, glaubte beim Anblick des quer stehenden, leicht gekippten Sattelschleppers zunächst nur an einen einfachen Lkw-Unfall. Erst als er einen Blick hinter den havarierten Sattelzug warf, begriff er das ganze Ausmaß des Unfalls: "Wir sahen auf den ersten Blick die fünf Toten", berichtete der Helfer, die trotz des Schocks begannen, "Ordnung in das Chaos zubringen". "Was man in einem solchen Augenblick empfindet, kann man sich ja leicht vorstellen", erzählt er.

Bedrückt zeigten sich viele Helfer vor allem beim Anblick der beiden Toten, die noch Stunden nach dem Unfall auf dem rechten Vorder- und Hintersitz der weitgehend intakt gebliebenen Pkw-Hälfte kauerten. Den Blick durch die Seitenfenster auf die Opfer verwehrten lediglich Handtücher und Bettlaken, die Feuerwehrleute an den Seitenscheiben angebracht hatten. Die übrigen Opfer lagen verstreut auf einer Böschung neben der Autobahn - notdürftig abgedeckt mit Schlafsäcken, Decken und blauen Müllsäcken.
Von der ungeheuren Wucht des Aufpralls zeugte auch das aus seiner Verankerung gerissene Führerhaus des Sattelschleppers. Die Schlafkabine wurde dabei buchstäblich abrasiert und rund 15 Meter weit durch die Luft geschleudert. Aus dem querliegenden Hänger rutschte die Ladung auf die Autobahn und bildete einen Trümmerhaufen aus Holzpaletten und Pappkartons. Aus vielen Behältern rieselten die darin abgepackten Fiberglas-Flocken und bildeten auf der regennassen Autobahn einen glitschigen Schleimfilm.
Notfallseelsorger Pfarrer Klaus Fohrn bemühte sich derweil um den mutmaßlichen Unfallverursacher, einen 21 Jahre alten Autofahrer aus Landshut. "Der junge Mann war total fertig", berichtete der Geistliche, der ihn aufzurichten versuchte. Nach einer Rekonstruktion der Polizei war der junge Autofahrer beim Überholen auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und hatte dabei einen Reifen des österreichischen Sattelzugs berührt. Der sei daraufhin ebenfalls ins Schleuder geraten und über die Mittelleitplanke gerast. Nachdem er zunächst einen schwedischen Lastzug gerammt hatte, war er mit den beiden entgegenkommenden Pkws zusammengeprallt.
©dpa
 Juli 2000


Verkehrs-Experten: Null Promille für junge Autofahrer in Sicht

Goslar (dpa) - In Deutschland sollen junge Autofahrer nach Ansicht von Verkehrs-Experten überhaupt keinen Alkohol mehr trinken dürfen. Eine entsprechende Empfehlung an das deutsche Parlament zeichnete sich am Freitag beim 36. Deutschen Verkehrs-Gerichtstag in der Stadt Goslar (Niedersachsen) ab.

Nach aktuellen statistischen Zahlen wurden 1997 etwa 2 000 Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren im Straßenverkehr getötet, knapp ein Viertel aller Verkehrsopfer. Fahr-Anfänger haben nach Angaben von Versicherungen ein vier- bis fünffach höheres Unfallrisiko als erfahrenere Autofahrer.
Die Empfehlungen des Kongresses mit 1 400 Experten des Verkehrsrechts und des Verkehrswesens hatten in der Vergangenheit häufig Einfluß auf die deutsche Gesetzgebung.
Quelle: ©dpa, Jan 98


Bergauffahrende Autos haben auf Bergstraßen nicht immer Vorfahrt

München, 9. Februar 98 (AFP) - Wenn zwei Fahrzeuge auf schmalen und zudem winterlichen Bergstraßen nicht aneinander vorbeikommen, dann darf weder der Bergauf- noch der Bergabfahrende generell auf sein Vorfahrtsrecht pochen. Wie der ADAC am Montag in München mitteilte, muß in Deutschland und Österreich derjenige Autofahrer zurücksetzen, dem dies aufgrund der örtlichen

Verhältnisse leichter fällt. Auch der weitaus beweglichere Pkw muß einem schwer rangierbaren Bus oder Lkw ausweichen. In der Schweiz und in Frankreich wird dagegen dem bergaufwärts fahrenden Auto ein Vorfahrtsrecht eingeräumt. Ausnahmen gibt es allerdings dann, wenn der entgegenkommende Wagen einen kürzeren Weg zurück zur nächsten Ausweichstelle hat als der Herabfahrende. Post- und Linienbusse haben in der Schweiz grundsätzlich Vorrang; gleiches gilt für Linienbusse auf italienischen Paßstraßen.
hex/dja


Studie: Deutsche Autofahrer blinken zu selten

Bonn, 12. Dezember 97 AFP - Deutsche Autofahrer nutzen ihren Blinker viel zu selten. Das ergab eine am Freitag in Bonn veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). 21 Prozent der Befragten gaben demnach an, daß beim Überholen nie oder selten geblinkt wird. Zwölf Prozent sagten, daß Autofahrer ihren Blinker sogar beim Abbiegen nie oder selten nutzen. Ein Spurwechsel wird nach Angaben von 31 Prozent nie oder selten angezeigt.

 Beim Ein- und Ausparken blinkt nach Einschätzung von 45 Prozent der Befragten so gut wie niemand.
DVR-Präsident Gerhard Schork betonte, daß Kommunikation insbesondere im Straßenverkehr eine Voraussetzung für partnerschaftliches Verhalten sei. Offenbar sei aber viel zu vielen Autofahrern nicht bewußt, daß sie sich in zahlreichen Verkehrssituationen nur durch Blinken verständlich machen könnten. Gerade bei zunehmendem Verkehr werde es immer wichtiger, dem Vorder- und Hintermann die eigenen Bewegungen anzuzeigen.
kau/dja
Quelle: © AFP, DEZ 97


Autofahrer machen einen weiten Bogen um die Werkstatt - TÜV bedauert mangelnde Wartung von Fahrzeugen - Verbraucherschützer: technische Sicherheit gewährleistet
Von Annemie Diefenthal

Bonn, 17. Februar 98 (AFP) - Immer neue Rekorde bei Neuzulassungen und im Fahrzeugbestand weisen darauf hin: Das Auto ist und bleibt des Deutschen liebstes Kind. Inzwischen teilen sich im Durchschnitt zwei Menschen ein Auto, hätte also ganz Deutschland auf den Vordersitzen Platz. Doch wenn das Auto einmal vor der Tür steht, soll es nach Möglichkeit nicht mehr viel kosten. Die Technischen Überwachungsvereine (TÜV) beklagt, daß viele Autobesitzer es mit der Wartung nicht mehr so genau nehmen. Einer Hochrechnung des TÜV zufolge hat mit 11,6 Millionen mehr als jedes vierte Auto in Deutschland zum Teil schwere Sicherheitsmängel. Die Liste reicht von defekten Dichtungen und Bremsen über Rost an tragenden Teilen bis hin zu defekten Auspuffanlagen. Und das, obwohl Neuwagen nach einhelliger Meinung der Experten immer sicherer werden.
"Die Hersteller tun alles, um die Autos so sicher wie möglich zu machen, allein schon aus Wettbewerbsgründen", meint der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA). "Die Autos halten auch länger als früher", bestätigt der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, in dem die Werkstätten zusammengeschlossen sind. Sein Sprecher Helmut Blümer betont aber: "Leider steigt die Zahl der Autobesitzer, die einen weiten Bogen um die Werkstatt machen." Ein Grund sei sicher, daß das Geld zunehmend knapp werde.
Nun ist es in der Regel so, daß Autos mit zunehmendem Alter mehr Mängel aufweisen, ihre Besitzer aber wenig Geld haben. Gerade bei diesen Autos wird die Inspektion schon mal "geschlabbert". Auch der Rückgriff auf einen Schwarzarbeiter hilft oft nicht, denn die zunehmende Elektronik in den Autos macht

Arbeiten in einer "Hinterhofwerkstatt" schwer. So kommt es, daß viele Mängel zunächst gar nicht auffallen oder auch bewußt in Kauf genommen werden. "Der Fahrer kann eine Menge für den Erhalt seines Autos tun, sobald es aber um die Sicherheit geht, etwa bei Bremsen und Fahrwerk, gilt: Finger weg", meint Werkstatt-Sprecher Blümer. Auch bei geringer Fahrleistung sollte ein Auto nach Empfehlung der Hersteller mindestens einmal im Jahr in die Werkstatt. Doch werde nur jedes dritte Auto über acht Jahren einmal im Jahr dort gesehen Tendenz fallend, meint Blümer. Bei Neuwagen bis zu zwei Jahren liege der Anteil dagegen noch bei 85 Prozent. Es ist wie beim Zahnarzt. Wer die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung scheut, bekommt irgendwann eine dicke Rechnung präsentiert. Doch die Scheu vor der regelmäßigen Untersuchung hat einen einfachen Grund: Eine Werkstattstunde kostet in Deutschland im Durchschnitt 108 Mark.
Die Werkstätten versuchen, auch die Besitzer altersschwacher Autos durch Werbeaktionen wie den Urlaubs-Check oder die Wintersicherung anzusprechen. Unter dem Schlagwort "zeitwertgerechte Reparatur" soll künftig verstärkt der Einbau gebrauchter Ersatzteile angeboten werden. Der TÜV fordert, die Überwachung auszudehnen. Unfallwagen und Autos über sieben Jahre sollten sich jährlich der gefürchteten TÜV-Prüfung stellen.
Verbraucherschützer und der Automobilclub ADAC wehren ab. Sicherheitsmängel spielten in der Unfallstatistik kaum eine Rolle, betont ADAC-Mitarbeiter Maximilian Maurer. Längst nicht jeder Mangel führe zu einem Unfall. Die jährliche Kontrollfahrt zum TÜV würde das Autofahren nur unnötig verteuern, zumal der TÜV ja auch nur eine Momentaufnahme liefere und sich schnell wieder Mängel einstellen könnten. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher betont, der TÜV habe ein wirtschaftliches Interesse an häufigen Kontrollen, da er selbst daran verdiene. Die derzeitige Regelung reiche aus, um die technische Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Laut VDA entstehen 90 Prozent der Unfälle durch menschliches Fehlverhalten und nicht durch technische Probleme.
dif/bur
Quelle: © AFP, FEB 98


Wissmann kündigt streckenbezogene Lkw-Gebühr an

Berlin, 12. Dezember 97 (AFP) - Bundesverkehrsminister Matthias Wismann (CDU) hat die Einführung einer streckenbezogenen Gebühr für Lastwagen angekündigt. "Um die Jahrtausendwende herum" werde die seit 1995 auf europäischen Autobahnen geltende Lkw-Gebühr in eine nach Kilometern abgerechnete Abgabe umgewandelt, sagte Wissmann am Freitag im Deutschlandradio Berlin. Sollte es nicht gelingen, mehr Gütertransporte auf Schiene und

Binnenschiffahrt zu verlagern, werde der Güterverkehr zu einem der "schwerwiegendsten mittel- und langfristigen Verkehrs- und ákologieproblemen". Wissmann sprach sich auch für eine weitere Verschärfung der Abgasnormen innerhalb der Europäischen Union (EU) aus, um die Schadstoffbelastungen durch den Autoverkehr zu reduzieren. Zusätzlich müsse der Druck auf die Autoindustrie erhöht werden, um die Entwicklung emissionsfreier Autos zu forcieren.
se/bur
Quelle: © AFP, DEZ 97


Verkehrsgerichte-Kongreß eröffnet - Mehr Kontrollen für Lastwagen

Goslar (dpa) - Der Präsident des "Deutschen Verkehrsgerichts- Tages", Peter Macke, hat vor einer katastrophalen Zunahme des Lastwagen-Verkehrs aus Mittel- und Osteuropa auf deutschen Autobahnen gewarnt.
Zur Eröffnung des im Verkehrsrecht richtungsweisenden Kongresses in Goslar (Niedersachsen) sagte Macke am Donnerstag, der ohnehin gigantische Lastwagen-Verkehr werde sich in den nächsten zwölf Jahren "schätzungsweise nochmals um 50 Prozent erhöhen".
Angesichts des Zustandes vieler Lastwagen aus ost- und mitteleuropäischen Ländern und des

Termindrucks der Fahrer "tickt eine Zeitbombe", sagte Macke.
Er forderte daher verstärkte Kontrollen bis hin zum Konzessions- Entzug für Fahrer und Unternehmer. Die Politik dürfe "sich nicht darauf zurückziehen, daß dafür kein Geld da ist". Wenn es um das Leben schwächerer Verkehrs-Teilnehmer gehe, könne es keine Kompromisse geben, betonte der Kongreß-Präsident.
Der "36. Deutsche Verkehrsgerichts-Tag" in Goslar mit etwa 1 400 Experten befaßt sich bis Freitag unter anderem mit der rechtlichen Stellung von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr sowie der Verkehrskontrolle durch Privatfirmen. Die Empfehlungen des Kongresses haben häufig Bedeutung für künftige Gesetzgebungs-Verfahren.
Quelle: ©dpa, Jan 98


Studie: Deutsche Autofahrer blinken zu selten

Bonn, 12. Dezember 1997 (AFP) - Deutsche Autofahrer nutzen ihren Blinker viel zu selten. Das ergab eine am Freitag in Bonn veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). 21 Prozent der Befragten gaben demnach an, daß beim Überholen nie oder selten geblinkt wird. Zwölf Prozent sagten, daß Autofahrer ihren Blinker sogar beim Abbiegen nie oder selten nutzen. Ein Spurwechsel wird nach Angaben von 31 Prozent nie oder selten angezeigt.

Beim Ein- und Ausparken blinkt nach Einschätzung von 45 Prozent der Befragten so gut wie niemand.
DVR-Präsident Gerhard Schork betonte, daß Kommunikation insbesondere im Straßenverkehr eine Voraussetzung für partnerschaftliches Verhalten sei. Offenbar sei aber viel zu vielen Autofahrern nicht bewußt, daß sie sich in zahlreichen Verkehrssituationen nur durch Blinken verständlich machen könnten. Gerade bei zunehmendem Verkehr werde es immer wichtiger, dem Vorder- und Hintermann die eigenen Bewegungen anzuzeigen.
kau/dja
Quelle: © AFP
DEZ 97


Lkw-Fahrer versteckten 4 000 Stangen Zigaretten zwischen Gußteilen

Hannover (dpa) - Zwei polnische Lastwagenfahrer haben versucht, 4 000 Stangen Zigaretten zwischen Eisengußteilen für Traktoren zu verstecken und nach Deutschland einzuschmuggeln. Mehr als 20 deutsche

Zollfahnder vereitelten die Aktion am Dienstag in Hannover und stellten die Ware sicher, teilte die zuständige Behörde am Mittwoch mit.
Die beiden Lkw-Fahrer sowie ein Kaufmann aus Westdeutschland, der die Zigaretten abnehmen und weiterverkaufen wollte, wurden festgenommen. Der Steuerschaden - hinterzogene Zollabgaben sowie Tabak- und Einfuhrumsatzsteuer - hätte 200 000 Mark betragen.
Quelle: ©dpa, Jan 98


Französische Fernfahrer gegen Fahrverbot bei Sonnenfinsternis

Paris/Salzburg (dpa) - Die französischen Fernfahrer haben am Dienstag gegen ein Fahrverbot bei der Sonnenfinsternis am 11. August protestiert.
Sie betonten in einem Brief an Premierminister Lionel Jospin, während die Urlauber ungehindert unterwegs sein könnten, "muß der Fernfahrer, der arbeitet, fünf Stunden in der Garage oder wahrscheinlicher am Straßenrand stehenbleiben". Probleme bei der Auslieferung und längere Arbeitszeiten seien die Folge.

In Frankreich sollen alle Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen am 11. August zwischen 10.00 und 15.00 Uhr nicht fahren dürfen, um das Risiko von Verkehrsstaus zu mindern.
Auch in Österreich werden Vorkehrungen für den Straßenverkehr am 11. August getroffen. Die Stadt Salzburg wird während der Sonnenfinsternis alle Ampeln auf Rot schalten. Fünf Minuten lang werde der gesamte Verkehr stillstehen, berichteten österreichische Zeitungen am Dienstag.
"Die Salzburger sollen das Jahrhundertereignis ungestört genießen können", begründete Bürgermeister Heinz Schaden die Maßnahme.
Quelle: ©dpa, Jul 99


53 illegal eingereiste Chinesen

Dresden, 31. Mai (AFP) - In einem tschechischen Lastwagen haben Zöllner in Sachsen am Mittwoch 53 illegal eingereiste Chinesen entdeckt. Den Beamten sei bei der Kontrolle des Sattelschleppers auf einem Dresdner Bahnhof zunächst eine präparierte Plombe aufgefallen, teilte die Oberfinanzdirektion Chemnitz mit. Der Fahrer sollte laut Frachtbrief Fahrzeugteile nach Belgien liefern. Auf dem Lkw fanden die

Beamten jedoch nur leere Kartons. In den durch "geschicktes Stapeln" der Kartons entstanden Hohlräumen entdeckten die Zöllner die Chinesen. Der 27-jährige Fahrer, gegen den wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern ermittelt wird, hatte die sogenannte Rollenden Landstraße zwischen dem tschechischen Lobositz und Dresden genutzt. Die Fahrzeuge werden auf Zügen im Huckepack-Verfahren transportiert.
© AFP


Tanklastzug in Kreuzlingen ausgebrannt - Schweizer Fahrer tot

Kreuzlingen/Schweiz (dpa) - Mitten in Kreuzlingen an der deutsch- schweizerischen Grenze ist am Freitag ein Tanklastzug nahe einer Tankstelle in Flammen aufgegangen. Der 50 Jahre alte Fahrer aus St. Gallen verbrannte in den Trümmern. Wie die Kantonspolizei Thurgau am Nachmittag mitteilte, sei die Ursache des Unfalls noch ungeklärt.
Zunächst war angenommen worden, der Fahrer habe wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Augenzeugen hätten aber berichtet, dass der Lastzug mit normaler Geschwindigkeit gefahren sei. Der mit 19 000 Litern Benzin beladene Transporter berührte eine

Leitplanke; dabei wurde der Tank aufgerissen und der Lkw fing sofort Feuer, das sich auch auf ein Wohnhaus ausbreitete. Sieben Erwachsene und zwei Kinder mussten evakuiert werden.
Vor Ort bestand mehrere Stunden lang "akute Explosionsgefahr", da Benzin in die Schächte und Gullis geriet. Wie ein Polizeisprecher erklärte, habe man das Benzin aber in einem Rückhaltebecken auffangen und mit Bindemitteln absaugen können. Durch einen 150 Meter langen Schaumteppich verhinderte die Feuerwehr das Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Tankstelle.
Nach Angaben der Schweizer Polizei war das Tanklasterunglück der dritte schwere Lkw-Unfall innerhalb weniger Jahre an dieser Stelle.
©dpa
021725 Jun 00


Motorradfahrer mit schwachem Selbstbewusstsein fahren zu schnell

Bonn (dpa) - Ein riskanter Fahrstil bei Motorradfreaks deutet einer Studie zufolge auf ein schwaches Selbstbewusstsein hin. Diese Fahrer zeigten wenig Bereitschaft, sich selbst und andere durch sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu schützen und hätten auch häufiger Unfälle und Stürze. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Bielefelder Psychologieprofessors Ulrich Schulz, der sich auf eine Befragung von rund 180 Motorradfahrern stützte. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)

plädierte daher am Montag in Bonn dafür, psychologische Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Selbstbewusstsein und Fahrverhalten zu einem Thema des Fahrunterrichts zu machen.
Motorrad fahren habe sich inzwischen zu einer eher riskanten und teuren Freizeitbeschäftigung meist von Männern jüngeren bis mittleren Alters entwickelt, berichtete Schulz. Der Anteil der Frauen steige nur langsam und liege bei etwa 17 Prozent. Männern wie Frauen mit schlechtem Selbstwertgefühl neigten zu sportlichem und riskantem Fahren, und es sei zu vermuten, dass sie damit ihre Defizite kompensieren wollten.
©dpa
291205 Mai 00


Versicherungen fordern Maßnahmenbündel gegen Lkw-Unfälle

München (dpa) - Ein Maßnahmenbündel zur Vermeidung schwerer Lkw- Unfälle hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gefordert. Vor allem müsse etwas gegen das Einschlafen am Steuer getan werden, das eine der Hauptursachen von Trucker-Unfällen sei, erklärten GDV-Experten am Dienstag in München. Dazu sollten zumindest an allen eintönigen Autobahnstrecken quergerippte Erhöhungen an den Fahrbahnrändern geschaffen werden. Wenn einschlafende Fahrer von der Spur abkämen, würden sie auf diesen so genannten Rumble Stripes durch das rumpelnde Geräusch geweckt.
In Deutschland sterben jedes Jahr rund 1 500 Menschen bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung, mehr als 10 000 werden dabei schwer verletzt, sagte Dieter Anselm, Vorsitzender der GDV-Kommission zur Schadensverhütung. In den vergangenen acht

Jahren sei die Zahl aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden mit einem Plus von nur 0,3 Prozent und insgesamt knapp 396 000 Fällen im Jahr 1999 nahezu konstant geblieben, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden und gleichzeitiger Lkw-Beteiligung habe jedoch seit 1992 um 17,4 Prozent auf 45 482 Fälle im Jahr 1999 zugenommen, betonte Johann Gwehenberger vom Münchner GDV-Institut für Fahrzeugsicherheit.
Zur Vermeidung vieler Lkw-Unfälle forderte der GDV auch einen besseren Unterfahrschutz, damit Pkw bei Zusammenstößen nicht von den Brummis überrollt und zerquetscht werden. Sie verlangten außerdem elektronische Bremssysteme für die Trucks, optimierte Spiegelsysteme und Rückfahrkameras. Außerdem sollte eine reflektierende Konturmarkierung auf den Seitenflächen von Lkw Pflicht werden, damit diese nachts besser von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen würden. (URL: Homepage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft: http://www.gdv.de)
©dpa
051631 Dez 00


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Die letzte Änderung erfolgte am
Samstag, 30. August 2003 

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