Sechs Tote bei Unfall: Schleudernder Sattelzug wurde zur Todesfalle
Allersberg (dpa) - 30 Kilometer vor Nürnberg war die Reise für die vierköpfige Familie aus Wiesbaden urplötzlich zu Ende: Wie in einem schlechten Traum durchbrach am Freitagabend auf einmal ein Sattelschlepper die Mittelleitplanke der Autobahn München-Nürnberg, bohrte sich in den silber-metallic-farbenen Mittelklassewagen und zerriss ihn in zwei Teile. Die rechte Fahrzeughälfte wurde dabei zehn Meter durch die Luft geschleudert und blieb schließlich total verbeult in einer Böschung neben der Autobahn liegen. Keiner der vier Insassen überlebte die schwere Kollision. Aber nicht nur für die hessischen Urlaubs-Heimkehrer, auch für einen Autofahrer aus Dachau wurde der Lastzug zur Todesfalle. Sein Wagen wurde beim Aufprall auf den über die Mittelleitplanke geschleuderten Lkw regelrecht zerquetscht. Und auch für den österreichische Fernfahrer kam jede Hilfe zu spät. Mit sechs Toten und mehreren zum Teil schwer Verletzten ist das Unglück unweit der mittelfränkischen Ortschaft Allersberg damit einer der schwersten Unfälle auf der Autobahn München-Nürnberg der diesjährigen Ferienreisewelle in Bayern. THW-Helfer Mirko Espig, der am Freitagabend mit seinen Kameraden vom "Autobahndienst" als erster an der Unfallstelle eintraf, glaubte beim Anblick des quer stehenden, leicht gekippten Sattelschleppers zunächst nur an einen einfachen Lkw-Unfall. Erst als er einen Blick hinter den havarierten Sattelzug warf, begriff er das ganze Ausmaß des Unfalls: "Wir sahen auf den ersten Blick die fünf Toten", berichtete der Helfer, die trotz des Schocks begannen, "Ordnung in das Chaos zubringen". "Was man in einem solchen Augenblick empfindet, kann man sich ja leicht vorstellen", erzählt er.
Verkehrs-Experten: Null Promille für junge Autofahrer in Sicht
Goslar (dpa) - In Deutschland sollen junge Autofahrer nach Ansicht von Verkehrs-Experten überhaupt keinen Alkohol mehr trinken dürfen. Eine entsprechende Empfehlung an das deutsche Parlament zeichnete sich am Freitag beim 36. Deutschen Verkehrs-Gerichtstag in der Stadt Goslar (Niedersachsen) ab.
Bergauffahrende Autos haben auf Bergstraßen nicht immer Vorfahrt
München, 9. Februar 98 (AFP) - Wenn zwei Fahrzeuge auf schmalen und zudem winterlichen Bergstraßen nicht aneinander vorbeikommen, dann darf weder der Bergauf- noch der Bergabfahrende generell auf sein Vorfahrtsrecht pochen. Wie der ADAC am Montag in München mitteilte, muß in Deutschland und Österreich derjenige Autofahrer zurücksetzen, dem dies aufgrund der örtlichen
Verhältnisse leichter fällt. Auch der weitaus beweglichere Pkw muß einem schwer rangierbaren Bus oder Lkw ausweichen. In der Schweiz und in Frankreich wird dagegen dem bergaufwärts fahrenden Auto ein Vorfahrtsrecht eingeräumt. Ausnahmen gibt es allerdings dann, wenn der entgegenkommende Wagen einen kürzeren Weg zurück zur nächsten Ausweichstelle hat als der Herabfahrende. Post- und Linienbusse haben in der Schweiz grundsätzlich Vorrang; gleiches gilt für Linienbusse auf italienischen Paßstraßen. hex/dja
Studie: Deutsche Autofahrer blinken zu selten
Bonn, 12. Dezember 97 AFP - Deutsche Autofahrer nutzen ihren Blinker viel zu selten. Das ergab eine am Freitag in Bonn veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). 21 Prozent der Befragten gaben demnach an, daß beim Überholen nie oder selten geblinkt wird. Zwölf Prozent sagten, daß Autofahrer ihren Blinker sogar beim Abbiegen nie oder selten nutzen. Ein Spurwechsel wird nach Angaben von 31 Prozent nie oder selten angezeigt.
Autofahrer machen einen weiten Bogen um die Werkstatt - TÜV bedauert mangelnde Wartung von Fahrzeugen - Verbraucherschützer: technische Sicherheit gewährleistet Von Annemie Diefenthal
Bonn, 17. Februar 98 (AFP) - Immer neue Rekorde bei Neuzulassungen und im Fahrzeugbestand weisen darauf hin: Das Auto ist und bleibt des Deutschen liebstes Kind. Inzwischen teilen sich im Durchschnitt zwei Menschen ein Auto, hätte also ganz Deutschland auf den Vordersitzen Platz. Doch wenn das Auto einmal vor der Tür steht, soll es nach Möglichkeit nicht mehr viel kosten. Die Technischen Überwachungsvereine (TÜV) beklagt, daß viele Autobesitzer es mit der Wartung nicht mehr so genau nehmen. Einer Hochrechnung des TÜV zufolge hat mit 11,6 Millionen mehr als jedes vierte Auto in Deutschland zum Teil schwere Sicherheitsmängel. Die Liste reicht von defekten Dichtungen und Bremsen über Rost an tragenden Teilen bis hin zu defekten Auspuffanlagen. Und das, obwohl Neuwagen nach einhelliger Meinung der Experten immer sicherer werden. "Die Hersteller tun alles, um die Autos so sicher wie möglich zu machen, allein schon aus Wettbewerbsgründen", meint der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA). "Die Autos halten auch länger als früher", bestätigt der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, in dem die Werkstätten zusammengeschlossen sind. Sein Sprecher Helmut Blümer betont aber: "Leider steigt die Zahl der Autobesitzer, die einen weiten Bogen um die Werkstatt machen." Ein Grund sei sicher, daß das Geld zunehmend knapp werde. Nun ist es in der Regel so, daß Autos mit zunehmendem Alter mehr Mängel aufweisen, ihre Besitzer aber wenig Geld haben. Gerade bei diesen Autos wird die Inspektion schon mal "geschlabbert". Auch der Rückgriff auf einen Schwarzarbeiter hilft oft nicht, denn die zunehmende Elektronik in den Autos macht
Berlin, 12. Dezember 97 (AFP) - Bundesverkehrsminister Matthias Wismann (CDU) hat die Einführung einer streckenbezogenen Gebühr für Lastwagen angekündigt. "Um die Jahrtausendwende herum" werde die seit 1995 auf europäischen Autobahnen geltende Lkw-Gebühr in eine nach Kilometern abgerechnete Abgabe umgewandelt, sagte Wissmann am Freitag im Deutschlandradio Berlin. Sollte es nicht gelingen, mehr Gütertransporte auf Schiene und
Verkehrsgerichte-Kongreß eröffnet - Mehr Kontrollen für Lastwagen
Goslar (dpa) - Der Präsident des "Deutschen Verkehrsgerichts- Tages", Peter Macke, hat vor einer katastrophalen Zunahme des Lastwagen-Verkehrs aus Mittel- und Osteuropa auf deutschen Autobahnen gewarnt. Zur Eröffnung des im Verkehrsrecht richtungsweisenden Kongresses in Goslar (Niedersachsen) sagte Macke am Donnerstag, der ohnehin gigantische Lastwagen-Verkehr werde sich in den nächsten zwölf Jahren "schätzungsweise nochmals um 50 Prozent erhöhen". Angesichts des Zustandes vieler Lastwagen aus ost- und mitteleuropäischen Ländern und des
Bonn, 12. Dezember 1997 (AFP) - Deutsche Autofahrer nutzen ihren Blinker viel zu selten. Das ergab eine am Freitag in Bonn veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). 21 Prozent der Befragten gaben demnach an, daß beim Überholen nie oder selten geblinkt wird. Zwölf Prozent sagten, daß Autofahrer ihren Blinker sogar beim Abbiegen nie oder selten nutzen. Ein Spurwechsel wird nach Angaben von 31 Prozent nie oder selten angezeigt.
Lkw-Fahrer versteckten 4 000 Stangen Zigaretten zwischen Gußteilen
Hannover (dpa) - Zwei polnische Lastwagenfahrer haben versucht, 4 000 Stangen Zigaretten zwischen Eisengußteilen für Traktoren zu verstecken und nach Deutschland einzuschmuggeln. Mehr als 20 deutsche
Französische Fernfahrer gegen Fahrverbot bei Sonnenfinsternis
Paris/Salzburg (dpa) - Die französischen Fernfahrer haben am Dienstag gegen ein Fahrverbot bei der Sonnenfinsternis am 11. August protestiert. Sie betonten in einem Brief an Premierminister Lionel Jospin, während die Urlauber ungehindert unterwegs sein könnten, "muß der Fernfahrer, der arbeitet, fünf Stunden in der Garage oder wahrscheinlicher am Straßenrand stehenbleiben". Probleme bei der Auslieferung und längere Arbeitszeiten seien die Folge.
Dresden, 31. Mai (AFP) - In einem tschechischen Lastwagen haben Zöllner in Sachsen am Mittwoch 53 illegal eingereiste Chinesen entdeckt. Den Beamten sei bei der Kontrolle des Sattelschleppers auf einem Dresdner Bahnhof zunächst eine präparierte Plombe aufgefallen, teilte die Oberfinanzdirektion Chemnitz mit. Der Fahrer sollte laut Frachtbrief Fahrzeugteile nach Belgien liefern. Auf dem Lkw fanden die
Tanklastzug in Kreuzlingen ausgebrannt - Schweizer Fahrer tot
Kreuzlingen/Schweiz (dpa) - Mitten in Kreuzlingen an der deutsch- schweizerischen Grenze ist am Freitag ein Tanklastzug nahe einer Tankstelle in Flammen aufgegangen. Der 50 Jahre alte Fahrer aus St. Gallen verbrannte in den Trümmern. Wie die Kantonspolizei Thurgau am Nachmittag mitteilte, sei die Ursache des Unfalls noch ungeklärt. Zunächst war angenommen worden, der Fahrer habe wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Augenzeugen hätten aber berichtet, dass der Lastzug mit normaler Geschwindigkeit gefahren sei. Der mit 19 000 Litern Benzin beladene Transporter berührte eine
Motorradfahrer mit schwachem Selbstbewusstsein fahren zu schnell
Bonn (dpa) - Ein riskanter Fahrstil bei Motorradfreaks deutet einer Studie zufolge auf ein schwaches Selbstbewusstsein hin. Diese Fahrer zeigten wenig Bereitschaft, sich selbst und andere durch sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu schützen und hätten auch häufiger Unfälle und Stürze. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Bielefelder Psychologieprofessors Ulrich Schulz, der sich auf eine Befragung von rund 180 Motorradfahrern stützte. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
Versicherungen fordern Maßnahmenbündel gegen Lkw-Unfälle
München (dpa) - Ein Maßnahmenbündel zur Vermeidung schwerer Lkw- Unfälle hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gefordert. Vor allem müsse etwas gegen das Einschlafen am Steuer getan werden, das eine der Hauptursachen von Trucker-Unfällen sei, erklärten GDV-Experten am Dienstag in München. Dazu sollten zumindest an allen eintönigen Autobahnstrecken quergerippte Erhöhungen an den Fahrbahnrändern geschaffen werden. Wenn einschlafende Fahrer von der Spur abkämen, würden sie auf diesen so genannten Rumble Stripes durch das rumpelnde Geräusch geweckt. In Deutschland sterben jedes Jahr rund 1 500 Menschen bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung, mehr als 10 000 werden dabei schwer verletzt, sagte Dieter Anselm, Vorsitzender der GDV-Kommission zur Schadensverhütung. In den vergangenen acht