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Leserbrief zum schweren Busunfall
bei Melk (Österreich) am 21.08.2000

Soeben in Wut durch den Unfall in Österreich und die Erinnerung an tausende (!) Autobahnfahrten, bei denen LKW mit 100km/h ihre Kollegen mit 98 überholten, möchte ich eigentlich die schlimmen unter den Truckern (also beileibe nicht alle !!!) als versuchte Mörder angeklagt sehen. Ergänzen sollte man die Anklage aber um schriftliche Vorgaben der Speditionen, deren Inhaber enteignet würden, wenn ihre Vorgaben zu hoch ausfielen.
Man könnte abkassieren - durch Kontrollen, die Milliarden im Land halten statt sie nach Mallorca & Co fließen zu lassen....  Beweispflicht für einwandfreie Überholmanöver und Strafen mit quadratischer Steigerung der Strafe bei Geschwindigkeitsübertretung. Wie wäre es mit einem Überholverbot für LKW auf allen mehrspurigen Straßen? Die ersten beiden Spuren der Auto-Bahn bekäme man damit "in den Griff" - ja, wenn wir nicht in einer Demokratie lebten, in der die Bestechung und Angst vor Wahlen die Regierung ersetzt haben.
Wer soll das bezahlen? Wir brauchen keinen Käse in Norddeutschland, der die Milch per LKW nach Italien und den Käse wieder zurüchbringt. Das Gleiche gilt für Bier: kleine Brauereien werden so gekillt statt Arbeitsplätze in der breiten Fläche zu erhalten und das Verkehrschaos so zu vermeiden.
Liebe Leser - obwohl ich CDU-nah bin: höhere Energiepreise würden diesen Wahnsinn abstellen!

MfG
H-H
Anmerkung: Wenn Sie sich mit dem Verfasser dieses Briefes in Verbindung setzen wollen, teilen wir Ihnen gerne die eMail-Adresse mit.


Die nachfolgenden zwei Beiträge sind in Ausgabe 03/2000 der euroShell CLUB News erschienen

Mehr Rücksicht auf Trucker!

Das Image der Trucker ist schlecht. Schuld daran ist auch die Sensationspresse, die besonders nach Unfällen einseitig über Fernfahrer berichtet. Das soll anders werden!

Schwerer Unfall auf der A9: Ein Sattelschlepper durchbricht die Leitplanke und rammt zwei Personenwagen auf der Gegenfahrbahn. Das traurige Ergebnis: Mehrere Tote und eine einseitige Berichterstattung, die lediglich auf Sensationsgier abzielt. Der Lkw-Fahrer wird zum Buhmann gemacht, obwohl er den Unfall gar nicht verschuldet hat. Aber erst drei oder vier Absätze später erfährt man die Wahrheit: Der Sattelschlepper wurde von einem Pkw, der mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr, gestreift und abgedrängt. Leider kein Einzelfall – weder auf Autobahnen noch in der Sensationspresse! Auch im Fernsehen wird oft suggeriert, dass bei einem Unfall, bei dem ein Lkw beteilgt war, der Trucker die alleinige Schuld trage. Natürlich gibt es auch unter den Lkw-Fahrern schwarze Schafe, die aus Müdigkeit oder Unachtsamkeit schwere Verkehrsunfälle verursachen. Aber oft genug tragen auch andere Verkehrsteilnehmer die Verantwortung, wenn ein Laster in einen Unfall verwickelt wird. Durch die einseitige Berichterstattung wird das Image der Trucker beschädigt und ihnen der alleinige Schwarze Peter zugeschoben! Deshalb die große Bitte aller Trucker an die Medien: Seid fairer, wenn ihr über solche Unfälle berichtet! Recherchiert genauer! Erkundigt euch bei der Polizei, wer den Unfall verursacht hat! Und berichtet auch mal positiv über die Kapitäne der Landstraße! Denn die Trucker sind für uns alle unterwegs! Wenn sie nicht fahren würden, wären die Regale der Supermärkte leer! Lesen Sie dazu bitte auch den nachfolgenden Beitrag!

Wir stehen zu unseren Lastern!

Gemeinsam über die Autobahn: Im Rahmen unserer Aktion werben die Mitglieder des euroShell CLUBs für ein besseres Miteinander – und mehr Verständnis für die Trucker.

Viele Trucker sind sauer: Auch wenn ein Lkw schuldlos an einem Unfall beteiligt ist, werden sie von einem Teil der Sensationspresse und des Fernsehens als ”verantwortungslose Brummi-Banditen” und ”Rüpel am Steuer” beschimpft. Heinz Winkler, mit einem MAN seit vielen Jahren auf deutschen Autobahnen unterwegs: ”Wir sind die Prügelknaben der Nation! Natürlich enden Unfälle, an denen Lkw beteiligt sind, meist fataler als andere Zusammenstö0e, das liegt in der Natur der Sache, aber nicht immer sind Lkw-Fahrer die Verursacher!” Deshalb plädieren die Mitglieder des euroShell CLUB Deutschland im Rahmen unserer Aktion ”Gemeinsam über die Autobahn” nicht nur für mehr partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr – auch die Medien sollten fairer sein und sich besser informieren, bevor sie die Trucker verdammen. Denn eigentlich müsste man bei Trucks und Transportern statt von ”Unfallhäufigkeit” eher von ”Unfallseltenheit” sprechen. Betrachtet man alle Verkehrsunfälle mit Personenschäden, sind Lkw nur zu 11 Prozent daran beteiligt. Und die Zahl der tödlichen Unfälle mit Lkw-Beteiligung nimmt kontinuierlich ab: Jeder Lkw fährt im Durchschnitt 1,49 Millionen (!) Kilometer, bevor er in einen Unfall verwickelt wird. Das ist dreimal so lang wie 1965. Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, weil die Fahrleistung von Lkw ständig steigt. Soll heißen: Lkw werden immer sicherer. Zur besseren Ausstattung gehören elektronisch geregelte Bremsanlagen und Überwachungssysteme, ABS und ASR und andere Einrichtungen.

Deshalb nicht gleich schimpfen, liebe Pkw-Fahrer, und etwas Geduld zeigen, wenn ein Lkw Ihnen den Weg versperrt! Trucker sind für uns alle unterwegs! Ein paar erstaunliche Fakten:

  1. Schiff und Bahn bewältigen nur knapp dreißig Prozent der Güterverkehrsleistung, den Rest erledigt der Lkw! Kaum ein anderes Transportmittel ist so flexibel wie der Lkw, kann die Güter von Haus zu Haus liefern.
  2. Lkw und Transporter sind für unsere Gesellschaft unerlässlich! Über drei Milliarden Tonnen Güter bewegen Trucks jährlich in Deutschland. 2,5 Millionen Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt an das Nutzfahrzeug gekoppelt.
  3. Trotz steigender Fahrleistungen belasten Lkw die Umwelt immer weniger! 24 Lkw heutiger Bauart sind leiser als ein einziger Lkw von 1970! Während modernste Motoren- und Abgasreinigungstechnik die Luft schont, sorgen Telematic-Systeme und innovative Logistik-Rezepte für eine bessere Auslastung der Fahrzeuge.
  4. Wenn irgendwo auf der Welt eine Katastrophe geschieht, sind Lkw und Transporter zur Stelle und bringen Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Allein in Deutschland sind mehr als 260.000 Nutzfahrzeuge für hilfsbedürftige Menschen im Einsatz – als Feuerwehren, Krankenwagen und Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks!
  5. Erstaunlich, aber wahr: Erst mit dem Lkw kommt die Bahn richtig zum Zug. Mehr als 30 Millionen Tonnen Güter werden in Gemeinschaft von Lkw und Bahn transportiert. Denn auch im Verbund mit der Deutschen Bahn gilt die Devise unserer Aktion:

Es geht nur zusammen und miteinander!


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Die letzte Änderung erfolgte am
Samstag, 30. August 2003 

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